Anlässlich des Neujahrsempfangs der Stadt Zossen im Kulturforum Dabendorf konnte in einem sehr würdigen Rahmen, am Freitag dem 20. Februar, Bürgerinnen und Bürgern der Stadt Zossen, die sich im Ehrenamt verdient gemacht haben, gedankt werden.
Für Kallinchen wurde vom Ortsbeirat Herr Thomas Dreßler und vom Heimatverein Kallinchen e.V. Herr Jan Herlyn ausgezeichnet.
Wir danken der Bürgermeisterin Wiebke Sahin-Connolly und der Verwaltung der Stadt Zossen für diese sehr würdige Veranstaltung im Zeichen des Ehrenamtes.
Laudatio für Herrn Thomas Dreßler
Sehr geehrte Frau Bürgermeisterin, verehrte Damen und Herren,
es ist mir eine besondere Freude und Ehre, Ihnen heute einen herausragenden Kallinchener, ja man kann sagen ein echtes Kallinchener Urgestein, Herrn Thomas Dreßler, vorzustellen und diese Laudatio als Anerkennung für seine hervorragenden Leistungen und Verdienste halten zu dürfen.
In Kallinchen kennt jeder den stets netten, freundlichen und hilfsbereiten Herrn Dreßler. Sicher auch vielen hier im Raum ist er nicht unbekannt, denn seit 2010 betreut er als Mitarbeiter des Bauhofs die Dorfgemeinschaftshäuser unserer Stadt. Dies allein wäre schon ein Grund für eine Vorstellung, doch heute gibt es einen besonderen Anlass zur Ehrung von Thomas Dreßler. Es ist sein außergewöhnliches, ehrenamtliches Engagement, das ihm scheinbar bereits im Januar 1965, als Kind einer sehr aktiven und engagierten Familie, in die Wiege gelegt wurde. Die Fußspuren waren sehr groß, doch wie Sie noch erfahren werden, hat er sie eindrucksvoll ausgefüllt.
Vor 52 Jahren wurde der Kallinchener Karnevalsclub gegründet – seine Eltern waren Gründungsmitglieder. Auch Thomas Dreßler hat natürlich 25 Jahre lang sehr aktiv im KC-Kallinchen mitgewirkt. Und sein Wirken ist noch heute in so mancher Dekoration oder Kulisse sichtbar.
Doch auch das ist nicht der Hauptgrund für die heutige Ehrung. Sein Herz schlägt seit Kindheitstagen für die Freiwillige Feuerwehr – eine Leidenschaft, die scheinbar ebenfalls familiär geprägt ist, denn auch sein Vater war langjähriges Mitglied und Wehrleiter.
Bereits 1981 wurde Thomas Dreßler mit 16 Jahren Mitglied der Freiwilligen Feuerwehr Kallinchen. Sein besonderes Anliegen galt bald den Kindern und Jugendlichen des Ortes. Der Wunsch vieler Kinder, wenn ich groß bin, werde ich Feuerwehrmann, sollte in Kallinchen schon bald Wirklichkeit werden. Früh erkannte er die Bedeutung, den Nachwuchs spielerisch und interessant auf die Mitgliedschaft vorzubereiten, Teamfähigkeit und gegenseitige Hilfe zu fördern. Am 30. Mai 1998 wurde unter seiner Führung die Jugendfeuerwehr Kallinchen gegründet. Im März 2006 folgte die erste Zwergenfeuerwehr unserer Stadt.
Dieses große, ehrenamtliche Engagement war sicher durch die tatkräftige Unterstützung seiner Frau und später auch seiner Tochter möglich. Beide sind heute noch mit Herz und Seele engagierte Feuerwehrfrauen.
Wer so aktiv und verantwortungsvoll ist, kann sich selten auf dem Erreichten ausruhen. Im Jahr 2000 wurde Thomas Dreßler zum Ortswehrführer ernannt – ein Amt, das er bis 2015 ausübte.
Auch noch heute ist Thomas Dreßler über das normale Maß hinaus in der Feuerwehr aktiv. Maßgeblich als Verantwortlicher für das technische Equipment der Wehr. Dank seines handwerklichen Geschicks konnten schon viele Verbesserungen der Ausrüstung in Eigeninitiative hergestellt werden. Ohne ihn und die Feuerwehr gäbe es Veranstaltungen wie z.B. das Osterfeuer, den Triathlon, das Sommerfest oder den Weihnachtsmarkt nicht in der Form, wie wir sie in unserem Ort kennen, schätzen und lieben. Noch immer betreut er, mit Unterstützung seiner Familie, die 6- bis 14-jährigen in Kallinchen.
Neben der Jugendarbeit hat er sich der Traditionspflege historischer Feuerwehrtechnik verschrieben. Federführend bei der Instandhaltung der Kallinchener Handdruckspritze von 1912. Seit 2011 nimmt er mit Kameraden der Altersabteilung jährlich an den Europameisterschaften für historische Handdruckspritzen in Racot/Polen teil – mit dabei Länder wie Polen, Tschechien, Ungarn und die Slowakei. Dreimal konnte er mit seinen Kallinchener Kameraden den Europameistertitel erringen – vor Ihnen steht also ein mehrfacher Europameister.
All diese Aktivitäten tragen zu einer positiven Wahrnehmung unseres Ortes und der Stadt weit über die Stadtgrenzen hinaus bei und fördern die Freundschaft und Kameradschaft mit Menschen aus anderen Orten und Ländern.
Zum Abschluss möchte ich betonen, wie wichtig gerade in kleineren Ortsteilen eine funktionierende Feuerwehr ist. Vor allem in ländlichen Regionen hat die Freiwillige Feuerwehr eine weitaus größere Funktion als hauptsächlich Brände zu löschen. Als sozialer Akteur trägt gerade die Feuerwehr zur Förderung der demokratischen Kultur vor Ort wesentlich bei und kann helfen Gemeinschaften aufblühen zu lassen.
Dieser Einsatz für Kallinchen verdient unsere Anerkennung, Respekt und die heutige Ehrung.
Lieber Thomas, bitte bleibe weiter so fit und engagiert für unsere dörfliche Gemeinschaft. Denn Menschen wie Du machen unseren Ort so lebens- und liebenswert.
Im Namen des Ortsbeirat Kallinchen, aller Kameraden und aller Einwohner ein herzliches:
DANKE SCHÖN, für den OB Kallinchen, Reinhard Schulz
Laudatio für Herrn Jan Herlyn
Sehr geehrte Frau Bürgermeisterin,
sehr geehrte Gäste, lieber Jan Herlyn,
es ist ja allerorts, so auch in der Stadt Zossen, zu einer wunderbaren Tradition geworden,
besonders aktive Ehrenamtler/innen auszuzeichnen. Im Ortsteil Kallinchen, wie auch in den anderen Ortsteilen, wird die ehrenamtliche Arbeit groß geschrieben und ist nicht mehr
wegzudenken.
Eine besondere Freude und Ehre ist es mir daher, Ihnen heute Herrn Jan Herlyn aus dem Ortsteil Kallinchen vorstellen zu dürfen. Gestatten Sie mir dazu eine kurze Laudatio als Anerkennung für seine Leistungen und Aktivitäten in und für Kallinchen zu halten.
Jan Herlyn, ursprünglich aus Groß Machnow stammend, 1997 der Liebe wegen nach Schöneiche gezogen, dann ein Eigenheim in Kallinchen gebaut und schließlich 2007 nach Kallinchen gezogen.
Wir lernten Jan als hilfsbereiten und engagierten Einwohner von Kallinchen kennen. Jedoch hat es bei ihm einige Zeit gedauert, sich für den Heimatverein und dessen Aufgaben zu interessieren.
Schließlich wurde Jan dann 2015 Mitglied in unserem Verein.
Seitdem bringt sich Jan Herlyn bei allen sportlichen und kulturellen Veranstaltungen, die im Ort durchgeführt werden, aktiv und unterstützend mit ein.
Ohne wenn und aber steht Jan immer zur Verfügung, wenn Transporte für unsere Veranstaltungen erforderlich sind, Nachtwache beim Sommerfest besetzt werden muss oder beim MotzenSeeLauf ein Streckenposten für die Laufstrecken fehlt.
Insbesondere ist er seit 2019 bei der Organisation und Durchführung des Kallinchen-Triathlon der Ansprechpartner, wenn es um die Besetzung von 110 Streckenposten rund um den Motzener See, die Besetzung der Posten auf den Parkplätzen und vieles mehr geht, eben auch hier der Mann für alle Fälle, wenn etwas vor Ort zu klären ist bzw. fehlt.
Ich möchte es nicht unerwähnt lassen, dass Jan neben den Aktivitäten in unserem Kallinchen auch im erweiterten Vorstand der Schützengilde zu Zossen e.V. mitarbeitet und bei der Bundeswehr als Reservist bei der Unterstützung des Katastrophenschutzes ehrenamtlich tätig ist.
Ja, es ist immer schwer, alle Aktivitäten eines Ehrenamtlers zu beschreiben bzw. aufzuzählen. Schlussfolgend kann ich nur sagen:
Es gibt eben Menschen, die sind einfach da, auch ohne wenn und aber, und ganz
selbstverständlich. Selbst, wenn die jeweilige Lebenssituation einmal gerade nicht so ist, dass eigentlich keine Zeit für das Ehrenamt bleibt, ist es die Einstellung zur Gemeinschaft, die uns das Ehrenamt dennoch ausüben lässt.
Auch Jan Herlyn sieht das Ehrenamt als Aufgabe und für die Gemeinschaft. Ohne Menschen wie ihn, ohne das freiwillige Engagement, einfach zu helfen und mitzumachen, würde unsere Gesellschaft nicht funktionieren.
Lieber Jan, wir danken dir für deine Aktivitäten. Bleibe noch lange so aktiv und hilfsbereit wie jetzt, wir brauchen dich.
Ich möchte noch einige Worte stellvertretend an alle heute geehrten Ehrenamtler richten:
„Ohne Ehrenamt wäre eine Gesellschaft arm dran, denn Ehrenamtliche identifizieren sich im Alltag mit dem Gemeinwesen, übernehmen Verantwortung und bringen sich ein. Sie tun etwas ganz Besonderes, etwas, das nicht selbstverständlich, aber wichtig und sehr wertvoll für die Gemeinschaft ist“
DANKE SCHÖN, für den Heimatverein Kallinchen e.V. Elke Beyrich



